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HORN

Fertigstellungsdatum: 12.09.2022

AUSZEICHNUNG KATEGORIE SANIERUNG

GESCHOSSWOHNBAU MIT 4 WOHNEINHEITEN UND 3 ORDINATIONEN

rROBERT-HAMERLING-STRAßE 11

3580 HORN

BAUTRÄGER

Kamptal Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft GmbH
Thurnhofgasse 18
3580 Horn

PLANUNG

Architekt Litschauer ZT-GmbH
Mühlweg 6
3822 Karlstein

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Das Gebäude liegt an der Robert-Hamerling-Straße, einem zentralen Abschnitt der Horner Ringstraße auf dem ehemaligen Stadtgraben. Die Altstadt ist bis heute von einer nahezu vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben, die vom gegenständlichen Gebäude aus besonders gut wahrgenommen werden kann. Die straßenseitige Gründerzeitfassade mit Walmdach fügt sich harmonisch in die Abfolge der späthistoristischen Bauten ein und trägt entscheidend zum homogenen Erscheinungsbild des Straßenraums bei.


Errichtet um 1850, diente das „Ibesich-Haus“ zunächst als Gasthaus, später als Postamt. Nach dessen Schließung im Jahr 1981 stand es jahrzehntelang leer, Versuche einer kulturellen Nutzung blieben ohne Erfolg. Erst der Erwerb durch die Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft Kamptal 2021 eröffnete eine neue Perspektive. 


Seit der abgeschlossenen Revitalisierung 2022 beherbergt das Gebäude drei Ordinationen sowie vier Wohnungen. Der hofseitige Liftzubau ermöglicht einen barrierefreien Zugang.
 

HORN

TECHNISCHE DATEN

PROJEKTUMFANG

Gesamtanzahl: 4 Wohneinheiten und 3 Ordinationen
Gesamt WNFL: 575,63 m²

Loggien/Balkone/Terrassen: 21,48  m²
Freie Stellplätze: 9 Stück
Garagenplätze: ---

KENNZAHLEN

AV-Verhältnis: 0,41

EKZ Ref (WH): 48,9
WBF-Punkte: 91

GRÖSSE

Grundfläche: 652 m²
davon Eigengärten: ---

WIRTSCHAFTLICHE PARAMETER

Herstellungskosten: € 2.224.417,00
Vergabeart: Miete mit Kaufoption

Das Gebäude wurde trockengelegt und Fundamente unterfangen, Decken verstärkt oder ersetzt. Das Walmdach musste erneuert werden, wurde jedoch in ursprünglicher Proportion wiederhergestellt. Die historische Fassade wurde in Kalkputztechnik restauriert und farblich auf die benachbarten Ringstraßenbauten abgestimmt. Ein hofseitiger Neubau ersetzt alte Nebenräume und nimmt heute Aufzug sowie Technik- und Abstellräume auf. So konnte der historische Charakter bewahrt und zugleich den Anforderungen moderner Nutzung entsprochen werden. Die Wärmeversorgung erfolgt über Fernwärme. 


Die Jury würdigt, dass obwohl das Haus nicht unter Denkmalschutz gestellt ist, die errichtende GBV in Zusammenarbeit mit der Gemeinde für den Erhalt und die zeitgemäße Nutzung der bestehenden Bausubstanz gesorgt hat. Die Herausforderung mit höherem wirtschaftlichem Aufwand dieses Gebäude zu sanieren ist im positiven Sinn zu erwähnen.

Fotos: schubertfotography

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